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Wohnbeihilfe: LR Haimbuchner ignoriert Armutsgefährdung!

Netzwerk „Bündnis 8. März“: „LR Haimbuchner bleibt stur auf seinem Modell, bei Alleinerziehenden die Wohnbeihilfe zu kürzen!“

Die Diskussionen um die Kürzungen bei der Wohnbeihilfe gehen in die nächste Runde: Eine Entscheidung über die Novelle der Wohnbauförderung könnte schon am Donnerstag zumindest vorläufig fallen. In der UA-Sitzung am 23. Mai wird unter anderem über den Vorschlag von Wohnbau-Landesrat Haimbuchner diskutiert, nämlich die Alimentationszahlungen bei der Berechnung der Wohnbeihilfe anzurechnen – und so de facto auf Kosten von alleinerziehenden Eltern und deren Kinder das Wohnbaubudget zu sanieren. „Wir fordern LR Haimbuchner dringend auf, von dieser Regelung Abstand zu nehmen – sie ist untragbar und führt dazu, dass die oft finanziell stark benachteiligte Gruppe von Alleinerziehenden noch weiter in die Armutsfalle gedrängt wird“, so die Vertreterinnen des “Bündnis 8. März“.

Bereits die massiven Einschnitte (Obergrenze der Wohnbeihilfe von € 300 und Reduktion der anrechenbaren Wohnfläche) durch die vorhergehende Reform haben 2012 viele in finanzielle Bedrängnis gebracht. „Jetzt setzt man abermals auf die Kürzung bei Menschen mit geringem Einkommen. Ein Drittel aller Ein-Eltern-Haushalte ist bereits jetzt armutsgefährdet – eine weitere Kürzung der Wohnbeihilfe ist unzumutbar“, so Erika Kirchweger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in OÖ.

Berechnungen des Wohnbau-Ressorts haben ergeben, dass 2500 Ein-Eltern-Haushalte (der überwiegende Großteil sind alleinerziehende Mütter) von den Kürzungen betroffen sein werden, in der Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro. Somit wird ein Haushalt im Jahr durchschnittlich rund 960 Euro an Wohnbeihilfe verlieren. „Umgerechnet sind das rund 90 Euro pro Monat. Das kann im letztlich bedeuten, dass sich eine alleinerziehende Mutter die Wohnung für sich und ihre Kinder nicht mehr leisten kann!“, zeigt sich die Landesvorsitzende der SPÖ Frauen Sonja Ablinger bestürzt über so wenig Einsicht von LR Haimbuchner in die finanzielle schwierige Lage von Alleinerziehenden .

„Wir haben viele besorgte Rückmeldungen von Frauen und sozialen Organisationen erhalten und LR Haimbuchner mehrfach aufgefordert, von dieser Regelung Abstand zu nehmen – aber der Landesrat bleibt stur. So wird Wohnen in OÖ für AlleinerzieherInnen und ihre Kinder zukünftig zur Existenzfrage“, so Christine Lengauer, ÖGB-Frauenvorsitzende in OÖ.

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